Neues Forschungsprojekt: GAMEHearts

19.01.2024

Mit 1. Januar startete das von Katharine Sarikakis geleitete Projekt GAMEHearts, das vom Horizon Europe-Programm der Europäischen Union finanziert wird.

Ziel des Projekts Games, Heritage, Arts, & Sport: Exploring the Economic, Social, and Cultural Value of the European Videogame Industry Ecosystem (GAMEHearts) ist es, den Wert des Systems der europäischen Videospielindustrie (nachfolgend kurz EVGIE) im breiteren sozialen Kontext der Kreativ- und Kulturbranche zu steigern bzw. maximieren. Zentral ist dabei die Bedeutung der EVGIE für Wirtschaftswachstum, die Schaffung von (zusätzlichen) Arbeitsplätzen, geistiges und körperliches Wohlbefinden sowie sozialen, gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenhalt. Konkret soll eruiert werden, wie eine engere Zusammenarbeit zwischen traditionellen und aufstrebenden Teilen des Kultursektors umgesetzt werden kann, um Inklusion und "Sozialverträglichkeit" in diesem Bereich zu stärken.

Das Konsortium wird hierfür mit Policy-Empfehlungen und Roadmaps arbeiten, um aufzuzeigen, in welche Richtung sich die EVGIE entwickeln könnte, um sich nachhaltig als Motor für Innovation und Wirtschaftswachstum zu etablieren. GAMEHearts verwendet dazu einen evidenzbasierten Ansatz, der sich nicht nur auf die Entwicklung von Videospielen konzentriert, sondern vielmehr ganzheitlich systemisch arbeitet; entsprechend werden sowohl etablierte als auch innovative Methoden genützt, um die Entwicklung der EVGIE zu skizzieren und zu untersuchen, wie Videospiel-Know-How und -Technologien Innovationen im Kulturbereich etablieren und vorantreiben könnten. Das Projektteam entwickelt in diesem Zusammenhang "spielerische Erfahrungen" für inklusivere, integrativere und ansprechendere kulturelle Erfahrungen.

Neben den Universitäten Salford (UK), Tampere (Finnland), der Breda University of Applied Sciences (Niederlande) und der Wroclaw University of Economics and Business (Polen) sind auch das Videospiel-Unternehmen Ubisoft sowie weitere wichtige Videospielpartner und -verbände (einschließlich Video Games Europe und EGDF) am Projekt beteiligt, die in sieben Arbeitspaketen aktuelle und künftige Trends der EVGIE untersuchen werden.

Katharine Sarikakis wird als Koordinatorin sowohl das gesamte Projekt als auch das Wiener Teilprojekt leiten. Unterstützt wird sie dabei in den kommenden drei Jahren von Oleksandra Gudkova (als Postdoc), Lisa Alfonzo (Praedoc) und Lisa Moser (Praedoc). Die Europäische Union stellt hierfür für die Arbeit an unserem Institut rund € 867.000 zur Verfügung.


Games, Heritage, Arts, & Sport: Exploring the Economic, Social, and Cultural Value of the European Videogame Industry Ecosystem

Fördergeber: Europäische Union (Programm: Horizon Europe)
PI: Katharine Sarikakis
Laufzeit: 2024-2026
Fördersumme (Wiener Teilprojekt): € 867.632,00