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Theodor Herzl-Dozentur für Poetik des Journalismus 2019

In diesem Jahr wird die Dozentur von Bastian Obermayer und Frederik Obermaier von der "Süddeutschen Zeitung" übernommen.

Bastian Obermayer und Frederik Obermaier, preisgekrönte Investigativjournalisten der Süddeutschen Zeitung, werden zum Thema "Enthüllungsjournalismus – was steckt dahinter?" sprechen. Alle drei Vorlesungen finden jeweils Montag (02.12., 09.12. & 16.12.) von 11:30-13:00 im Audimax der Universität Wien (Hauptgebäude, Universitätsring 1) statt. Die offizielle Einladung können Sie hier einsehen.

In den Vorlesungen werden die folgenden Themen behandelt:

  • Geleakt oder gelenkt – Wie man mit anonymen Whistleblowern, überbordenden Leaks und interessengeleiteten Informanten umgeht
  • Gemeinsam stark – Chancen und Grenzen kollaborativer Recherchen
  • Im Visier – Legale und illegale Angriffe auf investigative Recherchen, und wie man sich davor schützt


Zu den Vortragenden

Bastian Obermayer ist seit 2012 im Investigativressort der Süddeutschen Zeitung tätig, und dort seit 2018 Ressortleiter. Frederik Obermaier arbeitet seit 2012 für die Süddeutsche Zeitung und ist derzeit Leitender Redakteur im Ressort Investigative Recherche. Beide sind Mitglieder im Netzwerk Recherche und im International Consortium of Investigative Journalists. Sie initiierten und koordinierten die internationalen Rechercheprojekte Panama und Paradise Papers, für die sie unter anderem mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet und zusammen mit Vanessa Wormer zu Deutschlands "Journalisten des Jahres 2016" gewählt wurden. Die beiden Journalisten waren maßgeblich an den Enthüllungen zur "Ibiza-Affäre" beteiligt. Bastian Obermayer und Frederik Obermaier haben weitere zahlreiche Preise für ihre journalistische Arbeit erhalten, unter anderem den Otto-Brenner-Preis (2016), den Helmut-Schmidt-Preis (2013), den deutschen Journalistenpreis (2015), sowie den Henri-Nannen-Preis (2017).



In der Begründung zur Auszeichnung zu den "Journalisten des Jahres 2016" hieß es unter anderem: "Mit den Panama Papers deckten sie im Frühjahr 2016 die Machenschaften dubioser Briefkastenfirmen und ihrer Kunden auf. Diese Arbeit ist ein Musterbeispiel für kollaborativen Journalismus, der über Medien- und Ländergrenzen hinweg komplexe Themen bearbeitet, Dunkelzonen aufhellt und Erkenntnisprozesse anstoßen kann. Das SZ-Team ließ sich nicht von der komplizierten Datenfülle schrecken und bewies eindrucksvoll, was beharrliche, akribische journalistische Recherchen leisten können – Aufklärung im besten Sinne."


Rückfragen zur Dozentur und den Vorlesungen können an Frau Martina Winkler per Mail oder unter +43-1-4277-49330 gestellt werden.

Link: Theodor Herzl-Dozentur für Poetik des Journalismus


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