Thomas R. Schmidt kommt vom Department of Communication der University of California San Diego (CA, USA) und übernahm mit 1. Jänner 2026 die Tenure Track-Professur für Mediengeschichte. Vor seiner Tätigkeit in Kalifornien war er u.a. an der Boise State University (ID, USA) und der University of Oregon (OR, USA) tätig.
Thomas R. Schmidt hat sein Diplomstudium mit den Schwerpunkten Philosophie, politische Theorie und internationale Beziehungen 2005 an der Universität Wien abgeschlossen. Anschließend ging er für ein Fulbright-Stipendium an die New School of Social Research in New York (2005-2007) in die USA, und schloß das Master-Studium Literary Nonfiction an der University of Oregon (2009-2011) ab. An der School of Journalism and Communication der University of Oregon absolvierte er das Ph.D.-Studium im Bereich Media Studies (2012-2017). In Portland, Oregon, war Thomas R. Schmidt danach als Postdoctoral Fellow am Agora Journalism Center beschäftigt (2018-2019) und arbeitete anschließend an der Boise State University in Idaho. Seit 2019 war er Assistant Professor of Critical Journalism Studies an der University of California San Diego und wurde dort 2022 zum Associate Professor befördert. Vor seiner wissenschaftlichen Laufbahn arbeitete er mehrere Jahre lang als Journalist für verschiedene österreichischen Medien (ORF – Zeit im Bild, Kleine Zeitung, Datum, biber).
Seine interdisziplinäre Forschung widmet sich der Kultur- und Sozialgeschichte des modernen Journalismus aus vergleichender Perspektive (Europa – USA). Aufbauend auf zeitgeschichtlicher Forschung analysiert Thomas R. Schmidt den institutionellen Wandel von digitalem Journalismus angesichts wirtschaftlicher Zwänge, politischer Herausforderungen und technologischer Umwälzungen. Im Mittelpunkt des Interesses stehen folgende Fragen: Wie und unter welchen Bedingungen haben sich journalistische Darstellungsweisen und Praktiken im digitalen Zeitalter verändert und welche Auswirkungen hat dies auf die gesellschaftliche Rolle des Journalismus? Im aktuellen Forschungsprojekt The Making of Digital Journalism: A Comparative Cultural History setzt er sich mit der Entwicklung des digitalen Journalismus zwischen 1995 und 2020 auseinander und analysiert aus komparativer Perspektive die Entstehung von genuin digitalen Darstellungsformen und Berufspraktiken im US-amerikanischen und deutschsprachigen Journalismus.
Die Arbeit von Thomas R. Schmidt wurde mit zahlreichen Awards und Research Grant ausgezeichnet. Zudem sind seine Paper in international renommierten Fachzeitschriften wie Journalism, Journalism Practice, Digital Journalism, dem International of Communication oder Communication and Change erschienen. Nähere Informationen zu Thomas R. Schmidt können auf seinem Profil bzw. via Google Scholar und ORCID abgerufen werden.
Wir freuen uns sehr, Thomas R. Schmidt in seiner Heimat begrüßen zu können. Herzlich Willkommen am Institut!