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Neues EU-Projekt am Institut

Seit 1. September läuft unter Mitarbeit des Media Governance Labs ein Projekt zur Darstellung von Verdächtigten und Beschuldigten in Gerichtssälen sowie in der Öffentlichkeit.

Das Projekt "SIR – The Importance of Appearances: How Suspects and Accused Persons are Presented in the Courtroom, in Public and in the Media" wird vom Media Governance & Industries Research Lab unter der Leitung von Professor Katharine Sarikakis an unserem Institut durchgeführt, wobei der Lead Partner das Hungarian Helsinki Committee mit Sitz in Budapest ist. Finanziert wird das Projekt durch das European Union's Justice Programme (2014-2020). Weitere Partner neben der Universität Wien sind Aditus, Fair Trials Europe, Human Rights House Zagreb, Mertek und Rights International Spain.

Ziel des Projektes ist es, "mehr Respekt zu fördern und fordern, insbesondere auf Seiten der Medien, gegenüber der Unschuldsvermutung, da diese einen wichtigen Eckpfeiler eines jeden demokratischen Justizsystems darstellt", wie Professor Sarikakis betont.

In den kommenden zwei Jahren werden das Hungarian Helsinki Committee, seine Partner und die Universität Wien zusammenarbeiten, um zur korrekten Implementierung der EU-Richtlinie 2016/343 beizutragen. Dazu soll das Wissen über das Konzept der Unschuldsvermutung gesteigert, Good-Practice Leitfäden für Medienschaffende entwickelt, sowie Behörden, Medien, und die Öffentlichkeit im Allgemeinen im Hinblick auf die Wichtigkeit der Art der Darstellung von Angeklagten sensibilisiert werden. 

Das Projekt beinhaltet darüber hinaus die Produktion einer internationalen Komparativanalyse, einer soziologischen Test-Umfrage und deren Analyse, nationaler Gerichtsberichte, einer Datenbank von 'Good Practices-Beispielen', von Gerichts-/Medien-Toolkits, eines Interressenvertretungsfilmes, eines komparativen regionalen Berichtes und von Interessenvertretungsmaterial.


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