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Neue Drittmittelprojekte am Institut

Sowohl der FWF als auch die OeNB werden 2018 neue Projekte am Institut finanzieren.

Der FWF hat in seiner Dezember-Sitzung das von Jörg Matthes eingereichte und geleitete Forschungsprojekt "Soziale Medien und Politische Partizipation: Mechanismen und Bedingungen" genehmigt. Das Projekt, in dem noch zwei freie Stellen zu vergeben sind, wird bei einer Laufzeit von drei Jahren vom 01.06.2018 bis 31.05.2021 durchgeführt werden.

Zum Inhalt: Die steigende Nutzung von sozialen Medien hat die Hoffnung geweckt, dass die neuen Technologien die Partizipation in der Gesellschaft stärken. Speziell politisch unterrepräsentierte Gruppen (wie z.B. Jugendliche) könnten über soziale Medien wieder an die Politik herangeführt werden. Bisherige Forschungsergebnisse zeigen tatsächlich einen positiven Zusammenhang zwischen der Nutzung sozialer Netzwerke und verschiedenen Formen politischer Beteiligung. Fundierte theoretische Erklärungen der psychologischen Prozesse hinter diesem Zusammenhang gibt es bis heute nicht. Eine Ursache dafür ist, dass die bisherige Forschung von Querschnittsanalysen dominiert ist, das sind Befragungen, welche die Nutzung sozialer Medien und Partizipation an nur einem Zeitpunkt erheben. Langzeit- und Experimentalstudien, welche die psychologischen Prozesse und Kausalzusammenhänge nachzeichnen, existieren bis dato nicht. Diese Forschungslücke soll mithilfe des selbst entwickelnden Social Media Political Participation Model (SMPPM) gefüllt werden.

Der Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank wird das Forschungsprojekt "Effekte von gesunden Nahrungsmittelplatzierungen in Kindermedien auf das Essverhalten von Kindern. Langzeitwirkungen, Aktivierung und Aufmerksamkeitsallokation, sowie effektive Präsentation" fördern. Das Projekt, geleitet von Jörg Matthes und Brigitte Naderer, startet voraussichtlich im Frühjahr 2018 (Laufzeit: zwei Jahre) und wird von zwei MitarbeiterInnen unterstützt werden.

Zum Inhalt: Das Projekt soll den positiven Einfluss von kindergerechten Medieninhalten auf die Ernährungsvorlieben von Kindern untersuchen. In erster Linie sollen im Rahmen dieses Projekts Aufmerksamkeitsgenerierung und Verhaltenseffekte in Bezug auf die Präsentation von gesunden Nahrungsmitteln in kinderspezifischen Inhalten erforscht werden. Die Formen der Einbettung werden dabei theoretisch anhand der Verarbeitungsprozesse der Rezipienten und den zugrundeliegenden unterschiedlichen persuasiven Ansprüchen festgemacht. Die vorgeschlagenen Studien sollen hierbei eine Brücke zwischen den Medieneinflüssen und dem individuellen Umfeld der Kinder schlagen.


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