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Buchpublikationen ab 2010

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Herczeg, P., & Lojka, K. (2016, Hrsg.). Orientierung & Erkenntnis: Über das Unverzichtbare im Journalismus. Gedenkschrift für Hannes Haas. Wien: Facultas.

In seinem Hauptwerk "Empirischer Journalismus" schreibt Hannes Haas, dass sowohl der Journalismus als auch die Sozialwissenschaften ihre Fragestellungen aus den Alltagsproblemen der Menschen heraus entwickeln. In dieser Gedenkschrift, herausgegeben von Petra Herczeg und Klaus Lojka, befassen sich WegbegleiterInnen ausgehend von seinen Überlegungen mit den unverzichtbaren Aufgaben des Journalismus für die Gesellschaft. Vermisst wird der 2014 verstorbene Kommunikationswissenschaftler Hannes Haas unter anderem als Mutmacher. Gefragt wird, wie er etwa die Rolle des Recherchejournalismus im Fall Snowden bewertet hätte, welchen Stellenwert er dem Datenjournalismus in Zukunft einräumen würde und vieles anderes mehr.

Mit Beiträgen von Peter Filzmaier und Maria Beyrl, Alexandra Föderl-Schmid,  Maximilian Gottschlich, Michael Haller, Walter Hömberg, Roman Hummel, Otfried Jarren, Wolfgang R. Langenbucher und Horst Pöttker.


Jarren, O., & Steininger, C. (2016, Hrsg.). Journalismus jenseits von Markt und Staat. Institutionentheoretische Ansätze und Konzeptein der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Festschrift für Marie Luise Kiefer. Baden-Baden: Nomos.

Über den Journalismus und seine Perspektiven wird seit geraumer Zeit auch wissenschaftlich debattiert. Marie Luise Kiefer kommt das Verdienst zu, diese Diskussion früh und wissenschaftlich gehaltvoll angegangen zu haben. Die Reflexion über die von ihr diesbezüglich vorgelegten Arbeiten ist Ziel dieser Publikation.

Wechselbeziehungen zwischen Medien, Journalismus, Öffentlichkeit und Demokratie werden von den Beiträgerinnen und Beiträgern mit Hilfe institutionentheoretischer Ansätze, die in den Sozialwissenschaften zunehmend an Bedeutung gewinnen, bearbeitet. Aus wissenschaftstheoretischer Perspektive ist eine solche Herangehensweise an Medien und Journalismus eine Rückbesinnung auf die Wurzeln der Kommunikationswissenschaft.

Behandlung finden neben Fragen der institutionentheoretischen Verortung von Medien, Journalismus und Öffentlichkeit auch solche nach der Entstehung und dem Wandel dieser, aber auch nach dem Verhältnis von Institution und Organisation. Daran schließen Essays zur zentralen Frage: "Wie argumentiert, konstituiert und sichert man autonome Institutionen in eine rGesellschaft?"


Steininger, Ch., Hummel, R. (2015). Wissenschaftstheorie der Kommunikationswissenschaft. Berlin: De Gruyter Oldenbourg.

Im Zentrum des Buches steht die Frage, warum es für die Kommunikationswissenschaft sinnvoll ist, sich mit Wissenschaftstheorie zu befassen. Nach einer Einführung in das Selbstverständnis und die Entwicklung der  Kommunikationswissenschaft widmet sich das Buch der Wissenschaftstheorie, ihren Zielen und ihren Beziehungen zu Philosophie und Wissenschaftswissenschaften. Positionen und konkurrierende Modelle der Wissenschaftstheorie werden kurz und prägnant vorgestellt. Studierende erhalten so die Möglichkeit, wissenschaftstheoretisch fundiertes Problembewusstsein und, darauf aufbauend, eigenständige Positionen zu entwickeln. Anschließend werden wissenschaftstheoretische Analyseinstrumentarien exemplarisch auf die Teildisziplinen Kommunikationssoziologie und Medienökonomik angewendet. Dabei werden zentrale Begrifflichkeiten wie Freiheit, Öffentlichkeit und Markt auf gemeinsame historische Wurzeln hin überprüft, um ein Verständnis für die Entwicklung der Kommunikationswissenschaft hervorzubringen.


Bilandzic, H., Schramm, H., & Matthes, J. (2015). Medienrezeptionsforschung. Konstanz: UVK.

Jörg Matthes hat zusammen mit Helena Bilandzic (Augsburg) und Holger Schramm (Würzburg) das erste deutschsprachige Lehrbuch zum Thema "Medienrezeptionsforschung" konzipiert und umgesetzt. Das Lehrbuch bietet einen kompakten und theoretisch fundierten Einstieg in die wichtigsten Ansätze der kommunikationswissenschaftlichen Rezeptionsforschung bzw. der Medienpsychologie.

Im Mittelpunkt steht das Individuum, das sich einem Medium zuwendet und es nutzt. Die dabei ablaufenden psychologischen Aspekte werden systematisiert und anhand von Beispielen dargestellt. Die Rezipientenaktivität wird in Kapiteln beleuchtet, in denen es um die Verarbeitung medialer Information, die Auswahl von Medien und Medieninhalten und die Rolle der Interaktivität für das Verarbeiten und Erleben von Medien geht. Ein weiteres wichtiges Feld sind die konkreten Formen des Rezeptionserlebens – etwa Emotionen und Stimmung, Präsenz und Transportation, Spannung und Interesse, Identifikation und parasoziale Interaktion, Realismus, Unterhaltungserleben sowie Prozesse der Verarbeitung persuasiver Kommunikation. Auch kulturelle und soziale Dimensionen der Rezeption werden skizziert.


Kiefer, Marie Luise / Steininger Christian (2014). Medienökonomik: Einführung in eine ökonomische Theorie der Medien. 3. Auflage, Oldenbourg Verlag: München. 

Medien sind nicht nur Wirtschafts-, sondern auch Kulturgüter und sie sind Institutionen von wachsender gesellschaftlicher Bedeutung. Aus dieser eher kommunikationswissenschaftlichen denn ökonomischen Sicht auf das Materialobjekt ist dieses Buch geschrieben, das die Anwendungsmöglichkeiten aber auch Grenzen der Analyse von Medien und damit verbundener Fragestellungen mithilfe ökonomischer Theorieansätze diskutiert. In einer Rezension der Erstauflage des Buchs (KZfSS 2/2002) wurde als Verdienst der Publikation hervorgehoben, die „Ökonomie gewissermaßen kommunikationswissenschaftlich aufzuklären und die Kommunikationswissenschaftler ökonomisch weiterzubilden“. Dieser Brückenschlag zwischen den Disziplinen ist unverändert Anliegen auch der dritten, aktualisierten und erweiterten Auflage.


Kriesi, H., Lavenex, S., Esser, F., Matthes, J., Bühlmann, M., & Bochsler D. (2014). Демокрацията в епохата на глобализация и медиатизация. Sofia: Academic Publishing House.

Bei diesem Buch handelt es sich um die bulgarische Übersetzung des untenstehenden Bandes 'Democracy in the age of globalization and mediatization. Challenges to Democracy in the 21st century'.


Kriesi, H., Laveneks, S., Eser, F., Mates, J., Biman, M. & Bohsler, D. (2013). Demokratija u eri globalizacije i medijatizacije. Edicija 'Libertas', Beograd: Albatros Plus.

Bei diesem Buch handelt es sich um die serbische Übersetzung des untenstehenden Bandes 'Democracy in the age of globalization and mediatization. Challenges to Democracy in the 21st century'.


Kriesi, H., Lavenex, S., Esser, F., Matthes, J., Bühlmann, M. & Bochsler, D. (2013). Democracy in the age of globalization and mediatization. Challenges to Democracy in the 21st century. Basingstoke: Palgrave Macmillan.

This book provides a comprehensive overview over the models of contemporary democracy, its social, cultural, economic and political prerequisites, empirically existing varieties, and the two major challenges – globalization and mediatization – confronting established democracies today. As the boundaries of the national political communities increasingly dissolve, democracy as we know it is put into question. Similarly, as the role of the media in politics increases, the way established democracies function is being transformed. The book covers the transformation of established democracies, democracy's global expansion into new countries, as well as its spread into supranational polities such as the European Union. It confronts head on democracy's constantly changing nature; its diversity of institutions and practices; its repeated need to respond to exogenous challenges and, most importantly, its perpetually unsatisfactory quest to make 'real-existing democracy' conform better to 'potentially ideal democracy.'


Naab, T.K., Schlütz, D., Möhring, W. & Matthes, J. (2013) (Eds.). Standardisierung und Flexibilisierung als Herausforderungen der kommunikations- und publizistikwissenschaftlichen Forschung. Methoden und Forschungslogik der Kommunikationswissenschaft 9. Köln: Halem Verlag.

Standardisierung bedeutet, Verfahrensweisen zu vereinheitlichen. Durch die Einhaltung anerkannter Regeln in der theoretischen Anlage, der Datengewinnung, -auswertung und Ergebnisdarstellung kann der wissenschaftliche Forschungsprozess vereinfacht und beschleunigt werden. Die Anpassung an geprüfte und für gut befundene Standards kann die Qualität der Forschung sichern und Ergebnisse verschiedener Analysen vergleichbar machen. Eine unreflektiert an bestehende Vorgaben angepasste Forschung läuft aber Gefahr, einer unangemessenen Homogenisierung Vorschub zu leisten, die Erkenntnisse jenseits der bekannten Pfade übersieht. Innovative Befunde lassen sich möglicherweise besser mittels flexibler Verfahren gewinnen. Eine Reflexion über die angemessene Vorgehensweise und das jeweils sinnvolle Maß an Standardisierung und/oder Flexibilisierung sowie über die Qualität der Standards, die man setzt, ist deshalb unabdingbar. Der vorliegende Band versammelt sowohl theoretisch-methodologische Beiträge, die sich grundsätzlich mit einer Systematisierung von Ansätzen der Standardisierung und Flexibilisierung beschäftigen, als auch solche, die eine methodische Abwägung im Rahmen konkreter kommunikationswissenschaftlicher Untersuchungsanlagen treffen.


Maurer, Peter: Medieneinfluss aus der Sicht von Politikern und Journalisten. Ein deutsch-französischer Vergleich. Studien zur politischen Kommunikation, Bd. 8. Berlin: Lit 2013. 

Die vorliegende Untersuchung nimmt den scheinbaren Widerspruch zwischen Theorien zur voranschreitenden Mediatisierung der Politik und den allenfalls moderaten empirischen Befunden zum Anlass einer empirischen Neubestimmung des politischen Einflusses der Medien. Sie konfrontiert die bisher vorliegenden Ergebnisse mit den Wahrnehmungen von Politikern und Journalisten in Deutschland und Frankreich. Auf Basis der geäußerten Einschätzungen der Betroffenen und der "Verursacher" von Medieneinfluss werden Divergenzen im Ländervergleich aufgedeckt, die mit der Wirkung politisch-institutioneller Rahmenbedingungen erklärt werden können.  


Sarikakis, K. / Tsaliki, L. (Eds.), Μέσα Επικοινωνίας, Λαϊκή Κουλτούρα και η Βιομηχανία του Σεξ: Τεχνολογίες, Πολιτική Οικονομία και Πολιτικές Διαχείρισης (Media, Popular Culture and the Sex Industry, 2013)

This volume is inscribed in the dialogue we opened in 2010, with the special issue of the journal Communication Issues [Zitimata Epikoinonias] entitled "Media, Pornography and Globalization" and continued in 2011 with the "Post/feminism and the politics of mediated sex" issue of the International Journal of Media and Cultural Politics. It is the product of our investigation of the relationship between the sex industry, technology and the media in the era of globalization. Observing complex phenomena such as the transfer of practices of production and consumption of content from western markets to eastern countries, commercialization of youth sexuality, over-sexualisation of everyday life by the media, forced human displacement (slavery, prostitution), we have opted for a in-depth study of the industry of sexuality and, in a boarder sense, the sex-industry itself. In the 21st century, the cultural management of new image technologies leads on the one hand to the imposition of a globalized pan-opticon, analysed in other studies of the same series, and on the other hand to the diffusion of a "global sexual image" which is the focus of our study. This collective work expands our inquiries by examining the complex interplay of media, popular culture and the sex industry. Providing research in an area previously unexamined, it is an original attempt of the Greek academic community to investigate the cultural, social and economic dimensions of the aforementioned combination of factors in terms of their interdependence, their economic ties and their social and cultural impact.


Wolf, Armin / Haas, Hannes (Hrsg.): Wozu brauchen wir noch Journalisten? Wien: Picus 2013. (Auch als e-Book erhältlich)

Armin Wolf über die radikalen Umbrüche in der Medienwelt

Armin Wolf, ZiB-2-Moderator und stellvertretender Chefredakteur der TV-Information im ORF, beschäftigt sich in seinen drei Theodor-Herzl-Vorlesungen an der Universität Wien mit den dramatischen Umbrüchen in der Mediennutzung, der (neuen?) Rolle von Journalisten und mit seinem Beruf als politischer Interviewer. Pressefreiheit ist heute nicht mehr »die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu drucken« (Paul Sethe), sondern die Freiheit von über zwei Milliarden Menschen mit Internetzugang ...


Burkart, Roland / Hömberg, Walter: Kommunikationstheorien. Ein Textbuch zur Einführung. 6. Auflage, Studienbücher zur Publizistik- und Kommunikationswissenschaften, 8

Theorien sind der Kernbereich einer Wissenschaft. In stark empirisch orientierten Disziplinen wie der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft entstehen sie in der Regel über die Verallgemeinerungen von Einzelbeobachtungen. Im Gegensatz zur Frosch-Perspektive des Datensammelns bieten sie die Vogel-Perspektive der Zusammenschau. Theorien eines Faches erlauben Einblicke in seinen Erkenntnisstand. Das vorliegende Textbuch - inzwischen in der 6. Auflage lieferbar - bietet solche Einblicke. Die Komplexität des Erkenntnisobjektes Kommunikation" erschwert allerdings die Auswahl der Perspektiven. So geraten einerseits ganz elementare Theorien über menschliche Kommunikation in den Blick, andererseits werden verschiedene Teilgebiete des Faches auf ihren theoretischen Reifegrad geprüft: Journalismus, Public Relations, Werbung, Medienpädagogik, Kommunikationspolitik und Kommunikationsgeschichte. Unter dem Titel "Neue Kommunikationsräume" wird schließlich auch auf Entwicklungen eingegangen, die mit der kommunikationstechnologischen Revolution der vergangenen Jahrzehnte verbunden sind. Der Band "Kommunikationstheorien" führt an den aktuellen Diskussionsstand heran und enthält vorwiegend Originalbeiträge."


Steininger, Christian / Woelke, Jens (2012): Fernsehen in Österreich 2011/2012. Konstanz: UVK. 

Die Autoren informieren über die aktuelle Spartenstruktur, die fernsehpublizistischen Inhalte und die Nutzung österreichischer Fernsehvollprogramme sowie über medienpolitische und medienwirtschaftliche Rahmenbedingungen. Der Schwerpunkt liegt diesmal auf der Analyse der Mesoebene. Dabei wenden die Autoren den soziologischen und ökonomischen Institutionalismus an und beschreiben Fernsehunternehmen als Organisationen und Institutionen.



Detailstudien zu Rundfunkpolitik (Hannes Haas), Fernsehwirtschaft (Wolfgang Seufert), Fernsehproduktion (Regina Schnellmann) und zur Wissenschafts-berichterstattung (Markus Lehmkuhl) ergänzen die Publikation. Die Bände der Reihe »Fernsehen in Österreich« dokumentieren und analysieren kontinuierlich das Geschehen rund um das österreichische Fernsehen und sind relevant für Wissenschaft und Praxis.


Hömberg, Walter / Hahn, Daniela / Schaffer, Timon, B.(Hrsg.): Kommunikation und Verständigung. Theorie - Empirie - Praxis, Festschrift für Roland Burkart, 2. durchgesehene und überarbeitete Auflage, Wiesbaden: Springer VS-Verlag 2012.

Menschliche Kommunikation ist auf wechselseitige Verständigung hin angelegt. Diese kann gelingen, wenn die Kommunikationspartner universale Geltungsansprüche wie Verständlichkeit, Wahrheit, Wahrhaftigkeit und Richtigkeit gemeinsam akzeptieren. Aufbauend auf diesem Grundgedanken hat Roland Burkart das Konzept der "Verständigungsorientierten Öffentlichkeitsarbeit" entwickelt. Die Beiträge des vorliegenden Bandes diskutieren, modifizieren und ergänzen die theoretischen und programmatischen Grundlagen dieses Konzepts. Empirische Fallstudien und Praxisberichte zeigen seine Bedeutung für unterschiedliche Kommunikationsformen und Anwendungsfelder. Für die zweite Auflage wurde der Band durchgesehen und überarbeitet.

http://www.springer.com/springer+vs/medien/book/978-3-531-18600-9


Gottschlich, Maximilian: Die große Abneigung. Wie antisemitisch ist Österreich?, Wien: Czernin 2012.

Nahezu jeder zweite Österreicher glaubt, "dass die Juden die internationale Geschäftswelt beherrschen" und jeder fünfte wünscht sich Politiker, "die ihre Stimme gegen den jüdischen Einfluss im Land" erheben. Wie antisemitisch ist Österreich heute – 25 Jahre nach der Affäre Waldheim? Welcher Strategien bedient sich der neue Antisemitismus, der sich aus dem Nahost-Konflikt speist? Welche Rolle spielt dabei die Israel-Kritik der Medien? Und: Worin liegen die Schwierigkeiten der Aufklärung über Antisemitismus?

Der Kommunikationswissenschafter Maximilian Gottschlich versucht Antwort auf diese und andere grundlegende Fragen zu geben und ein differenziertes Bild über Kontinuität und Wandel antisemitischer Vorurteile seit 1945 in der öffentlichen und veröffentlichten Meinung Österreichs zu zeichnen. Die große Abneigung liefert nicht nur epidemiologische Befunde zur »sozialen Krankheit« Antisemitismus – sie ist zugleich auch ein engagiertes Plädoyer dafür, dem destruktiven Potenzial des Antisemitismus deutlicher entgegenzutreten als bisher.


Prantl, Heribert / Haas, Hannes (Hrsg.): Die Welt als Leitartikel. Zur Zukunft des Journalismus. Wien: Picus 2012.

Heribert Prantl ist ein journalistischer Mutmacher und Aufklärer, der an die große Zukunft der Zeitung, in gedruckter und in digitaler Form, glaubt. Prantl beeindruckt seine Leser und Hörer mit bannender Schreib- und Redekunst. Er besticht mit einem Wissen, in dem sich auch seine Erfahrungen als Richter, Staatsanwalt, Chefredakteur und Rechtsprofessor spiegeln. In seinen drei Vorlesungen, die er im Rahmen der »Theodor-Herzl-Dozentur für die Poetik des Journalismus« an der Universität Wien gehalten hat, wirbt er für einen Journalismus, dem die Leute trauen und vertrauen. »Die große Frage lautet nicht, wie man Klicks, Reichweite und Auflage schafft. Die große Frage lautet: Wie schafft man Vertrauen? Dann kommen auch Klicks, Reichweite und Auflage.« Prantl vertritt seine Überzeugungen mit Nachdruck. Mit dem Duo »Hinsichtl & Rücksichtl« kooperiert er nicht. Seine Prosa erinnert eher an die »Confessiones«. Das Grundsätzliche ist sein Leitthema. Was hält die Gesellschaft zusammen? Wie hat sich die Politik seit dem 11. September 2001, seit den Anschlägen von Al Kaida, verändert? Was ist das Betriebssystem für Europa – der Euro oder die Demokratie? Seine Aufgabe als politischer Journalist sieht Prantl vor allem darin, für Grundrechte und Grundfreiheit einzutreten. Ergänzt und abgerundet wird der vorliegende Band durch eine Reihe von Werkstatt-Texten, die Prantls Haltung und Arbeitsweise illustrieren.


Wetzstein, Irmgard: Mediativer Journalismus. Konstruktive Konfliktbearbeitung in der qualitätsjournalistischen Auslandsberichterstattung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2011.

Irmgard Wetzstein untersucht die Möglichkeiten konstruktiver Konfliktbearbeitung in der qualitätsjournalistischen Auslandsberichterstattung. Sie grenzt diese zur friedensjournalistischen Idee ab, wobei systemische bzw. konstruktivistische Überlegungen im Vordergrund stehen. Die Kriegs-, Krisen- und Konfliktberichterstattung, der Auslandsjournalismus, seine Wirkpotenziale und Wechselbeziehungen zwischen dem System Journalismus und politischen EntscheidungsträgerInnen werden anhand des Konzepts der öffentlichen Diplomatie erläutert. Aus konflikttheoretischer Perspektive führt die Autorin eine Inhaltsanalyse unterschiedlicher Phasen des israelisch-palästinensischen Konflikts sowie der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo in vier Printmedien durch. Sie gibt damit einen Einblick in die journalistische Praxis im Umgang mit Konfliktereignissen, die für die Öffentlichkeit nicht direkt erfahrbar sind.


Burkart, Roland / Hömberg, Walter (Hg.): Kommunikationstheorien. Ein Textbuch zur Einführung. 5. Auflage. Studienbücher zur Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Band 8. Wien 2011: Braumüller.

Der Band 8 "Kommunikationstheorien" erschien bereits 1992 zum ersten Mal und liegt nun im Herbst 2011 in einer fünften Auflage vor. Im Unterschied zu anderen Bänden der Reihe "Studienbücher zur Publizistik- und Kommunikationswissenschaft", die zentrale Texte aus Fachzeitschriften, Monographien und Sammelbänden nachgedruckt haben, überwiegt hier die Zahl der Originalbeiträge. Das inhaltliche Konzept hat sich bewährt. Einerseits stehen ganz elementare Theorien über menschliche Kommunikation im Mittelpunkt, andererseits werden verschiedene Teilgebiete auf ihren theoretischen Reifegrad geprüft: Journalismus, Public Relations, Werbung, Medienpädagogik, Kommunikationspolitik und Kommunikationsgeschichte. Unter dem Titel "Neue Kommunikationsräume" wird schließlich auch auf Entwicklungen eingegangen, die mit der kommunikationstechnologischen Revolution der vergangenen Jahrzehnte verbunden sind.
Für die vorliegende fünfte Auflage wurde der Text erneut durchgesehen und um aktuelle Literaturangaben ergänzt.


Thomas Ahbe / Rainer Gries / Wolfgang Schmale (Hrsg.): Die Ostdeutschen in den Medien. Das Bild von den Anderen nach 1990. Bundeszentrale für politische Bildung, Schriftenreihe Band 1069, Bonn 2010.

Medien machen Meinungen. Das gilt in besonderem Maße für die deutsch-deutsche Vereinigung und den gesellschaftlichen Einigungsprozess nach 1990. Das Bedürfnis nach wechselseitiger Information war ebenso groß wie die Neugier auf beiden Seiten – aber tradierte Identitäten und neue Konfliktlagen schufen in den westdeutschen Medien zugleich einen weiten Raum für fragwürdige mediale Zuschreibungen an die Ostdeutschen. Die Autorinnen und Autoren dieses Sammelbandes untersuchen in sechs Beiträgen auf empirischer Basis, wie die Ostdeutschen in den Medien der alten Bundesrepublik bzw. des vereinten Deutschland dargestellt werden und welche Auswirkungen dies auf die solcherart Konstruierten hat. Es ist damit zugleich ein Baustein für eine deutsch-deutsche Wahrnehmungsgeschichte nach dem Ende der Zweistaatlichkeit.


Hausjell, Fritz: Journalisten für das Reich. Der "Reichsverband der deutschen Presse" in Österreich 1938-45 , Bd. 4, 2. Auflage, 2010, 304 S., Reihe: Kommunikation. Zeit. Raum.

Die Ausgrenzung missliebiger und die Kontrolle konformer Journalistinnen und Journalisten waren vorrangige Ziele des NS-Regimes. Mit welchen Mitteln diese in den Jahren 1938 bis 1945 im zur "Ostmark" gewordenen Österreich verfolgt wurden, steht im Zentrum dieser Studie. Detailliert wird die Praxis jenes Fachverbandes der Reichspressekammer untersucht, der im Interesse der NS-Herrschaft aus Journalisten und Journalistinnen dem totalitären Staat verpflichtete "Schriftleiter" und "Schriftleiterinnen'" formte, deren Aufgabe Propaganda war.


Hömberg, Walter / Hahn, Daniela / Schaffer, Timon B. (Hg.): Kommunikation und Verständigung. Theorie - Empirie - Praxis. Wiesbaden: VS-Verlag 2010.

Menschliche Kommunikation ist auf wechselseitige Verständigung hin angelegt. Diese kann gelingen, wenn die Kommunikationspartner universale Geltungsansprüche wie Verständlichkeit, Wahrheit, Wahrhaftigkeit und Richtigkeit gemeinsam akzeptieren. Aufbauend auf diesem Grundgedanken hat Roland Burkart das Konzept der "Verständigungsorientierten Öffentlichkeitsarbeit" entwickelt. Die Beiträge des vorliegenden Bandes diskutieren, modifizieren und ergänzen die theoretischen und programmatischen Grundlagen dieses Konzepts. Empirische Fallstudien und Praxisberichte zeigen seine Bedeutung für unterschiedliche Kommunikationsformen und Anwendungsfelder.


Schwarzkopf, Stefan / Gries, Rainer: Ernest Dichter and Motivation Research. New Perspectives on the Making of Post-war Consumer Culture. Palgrave Macmillan Houndmills: Basingstoke 2010.

Ernest Dichter was the twentieth century's ultimate seducer. Born in Vienna and trained by a pupil of Sigmund Freud, Dichter's research into what makes shoppers tick transformed the way the world looked at the relationship between products and consumers. His analyses of car and food advertising were a milestone in the psychological creation of the modern consumer. Surrounded by myths and secrets, Ernest Dichter the man has remained an enigma. Targeted by Vance Packard and many other critics, who branded him as a dangerous psycho-salesman, Dichter's credo has lost none of its inspiration and allure. This is the first international and interdisciplinary study to bring to light the hidden world of postwar motivation research and the insights it created into the way consumers think, feel and act. Its authors chart the influence of psychoanalytic consumer research in the United States, Britain, France, Germany and Austria.
Contextualizing Ernest Dichter within modern consumer and communication culture and the rise of psychological approaches to post-war consumption in Europe and the US, this book argues that 1950s motivation research gives a unique vantage point from which to address questions of the transatlantic transfer of the cultures and institutions of consumption, product communication and marketing.


Schwarzer, Alice / Haas, Hannes (Hg.): Journalistin aus Passion. Von der Volontärin zur Blattmacherin. Wien: Picus 2010.

Die professionelle Biografie einer Ausnahmejournalistin

Alice Schwarzer blickt in ihrem neuen Buch auf vierundvierzig Berufsjahre als Journalistin zurück. Dabei reflektiert sie Bedingungen und Möglichkeiten ihrer Profession in den programmatischen Abschnitten »Von der Volontärin zur Blattmacherin«, »Journalistische Ethik: Wir schreiben über Menschen« sowie »Das Interview: Kein Dokument, eine Kunstform«.
Die sehr rege besuchten Veranstaltungen funktionierte Schwarzer immer auch zu interaktiven Debatten mit Studentinnen und Studenten sowie Kolleginnen und Kollegen um. Auch dieser Austausch ist in dem vorliegenden Band verarbeitet und rundet so Alice Schwarzers Resümee ihrer Erfahrungen und ihre Reflexionen ab.


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